100 Meilen

Alle Informationen unter Vorbehalt. Änderungen können zum jetzigen Zeitpunkt nicht ausgeschlossen werden.

Auf dieser Seite erfährst du das, was speziell die 100 Meilen Strecke betrifft.

Alle wichtigen Infos rund um die Veranstaltung selbst und deine Teilnahme findest du hier in der Ausschreibung.

Der Start ist im Basislager am Sportplatz in Bergen, der Ort den Du auch für die Vorbesprechung, Abholung der Unterlagen oder Nachmeldung aufsuchst. Je nachdem ob Du Deinen Start bereits kurz nach dem Meilen-Briefing wählst, oder erst in den Abendstunden, wirst Du miterleben, wie dieser Ort sich durch die zahlreicheren Kilometer-Läufer, deren Nudelparty und Briefing belebt.

Je nach Startzeit wird auch das kurze, gut markierte Wegstück über Teerstraßen durch einige Höfe und Häuser von Bergen belebt sein. – Bitte Vorsicht bei der Überquerung der Hauptstraßen, auch bei weniger Verkehr zu späterer Uhrzeit. – Dann geht es schon den ersten Trail hinauf auf den Pattenberg und die ersten Höhenmeter geben gleich einen Vorgeschmack auf die vor Dir liegende Strecke – es kann heute steil werden, und schön.
Ein Blick vom Pattenberg ins Voralpenland, dann erreicht man unter dem Engelstein durchlaufend nach gut 5km die Forststraße, auf der man es erstmal rollen lassen kann. Einige flotte Kilometer – bis auf eine kräftigen Zwischenanstieg – eine Trailpassage über schöne Waldwege und nach Abbau aller Höhenmeter wird die erste Versorgungsstation am Wanderparkplatz Mühlwinkl in Staudach / bei der Querung der „Alten Marquartseiner Straße“ erreicht. Kurz zuvor verließen die 100 Kilometer – Läufer den gemeinsamen Kurs.

Auf einem flachen Wegstück überquert man die Tiroler Ache, und im Ortskern von Marquartstein die Bundestraße und taucht schon wieder in die Wälder am Fuß der Hochplatte ein. Unter der Hochplattenbahn hindurch geht es rauf zur Rachelalm, rüber zur Hefteralm und nochmal hinab über den Strehstrumpf in Richtung Rottau. Doch im Wald bleibend erreicht man den zweiten Versorgungsposten und steigt gestärkt auf der Forststraße entlang des Rottauer Bachs und an der Vorderalm Rottau entlang hoch zur Maureralm. Hinter ihr biegt man auf einen steilen Fußweg ab und quert unterhalb der Gederer Wand und Sulten zur Gorialm, mit der man endgültig die häufig gut besuchte Nordseite der Kampenwand erreicht hat. Je nach Uhrzeit wird es hier lebhaft zur fortgeschrittenen Feierabendzeit, oder allmählich ruhiger zur fortgeschrittenen Stunde, aber es geht auf alle Fälle weiter hinauf, bis man auf der Sonnen Alm den ersten Höhepunkt des Chiemgauer100 erreicht hat. Hier sollte unbedingt ein Blick hinaus ins nächtliche Voralpenland und den Chiemsee geworfen werden. Damit nimmt man rasch Abschied von den viel besuchten Wegen und hat die zwei teils technisch anspruchsvolleren Kilometer zur Hofbauernalm und die Nacht für sich allein. Schon vor diesem dritten Versorgungspunkt und etwa mit Zurücklegen der erste Marathondistanz beginnt der Abstieg, der anschließend deutlich steiler hinab zum Dalsen-Sattel und den Dalsen Almen führt. Meist auf breiter Forststraße geht es nun lockere 6km den Dalsen- und Mühlbach entlang, hinunter nach Mühlau. Die nun folgenden 10 flachen Kilometer im Achental, die neben der erneuten Querung der Bundesstraße und der Tiroler Ache, an der man eine Weile entlang läuft, auch einen Versorgungsposten bieten, führen Dich schließlich zum Wössner See. Die Temperaturen der Nacht werden mitbestimmen, ob Du ihn für eine kleine Erfrischung und Wachmacher nutzt, denn ab hier geht es nun bergauf, rauf zum 2. Höhepunkt und ersten richtigen Gipfel dieses Ultras, dem Hochgern. Die Windungen des Weges sorgen dafür, dass der Anstieg übers Widholz moderat beginnt, für eine Querung zur Agergschwendalm abflacht bevor er für den Aufstieg übers Hochgernhaus zum Grat und schließlich zum Gipfel und höchsten Punkt des Tages anzieht. Noch in tiefster Nacht, zum Sonnenaufgang oder schon am späteren Morgen, der Ausblick wird sich lohnen, auch wenn Du nur kurz verweilen wirst bevor ein technisch anspruchsvollerer, serpentinenreicher Abstieg Dich hinunter zur Staudacher Alm und damit bei km 77 zurück auf die gemeinsame Strecke mit den 100km-Läufern bringt. Vorbei an der Brachtalm geht es zum nächsten Versorgungspunkt an der Vorderalm, und dann überwiegend bergab nach Kohlstatt. Noch ein erneuter kleiner Anstieg zum Pattenberg und dann geht es hinab, nach 90 Kilometern zurück ins Basislager am Sportplatz in Bergen.

Hier ist eine intensive Stärkung für Körper und Geist gefragt und eventuell ein Wechsel der Ausrüstung. Denn die zweite Runde steht noch aus und hierfür geht es gleich ohne Rücksicht oder große Umwege hinauf auf den Hochfellngipfel. In Abschnitten folgt man der Berglaufstrecke, biegt dann jedoch zur Gleichenbergalm ab, passiert diese und läuft hoch nach Bründling. Hier verlässt man rasch wieder die ausgetretenen Pfade, quert den Zaunboden und kommt über kleinere Trails zum Grat. Diesen entlang geht es von hinten hoch durchs Latschenfeld zum Gipfel des Hochfelln, den man fast exakt nach 100 Kilometern erreicht hat. Grund genug für eine Stärkung am zweiten Gipfel des Laufs – vielleicht bei einem Zusammentreffen mit Freunden oder Begleitern die die Seilbahn nutzten– und einen Rückblick auf die schon zurückgelegte Strecke. So erscheinen die noch vor einem liegenden Abschnitte der Tour doch bewältig bar? Technisch fordernd geht es über den Weißgraben hinab ins Eschelmoos, welches man auf Forstwegen durchquert, um auf Fußwegen hinauf zur Bischofsfelln Alm zu gelangen. Über schöne Almblumenwiesen, einen Grat und ausblicksreiche Streckenabschnitte erreicht man die Kontroll- und Versorgungsstation an der Jochbergalm. Es ist fast eine taktische Frage ob man sich hier, oder erst unten bei der Langerbauer Alm im Röthelmoos stärkt, denn ab hier ist – möglicher Weise in praller Sonne – das flache Röthelmoos zu durchqueren. Zumindest schattiger wird es, wenn man ins Wappbachtal einläuft, um den härtesten Anstieg des Tages durch den Graben hinauf zum Hörndl, dem vierten und letzten Höhepunkt des Ultra-Trails zu bewältigen. Sicher eine, wenn nicht die Schlüsselstelle des Laufs, die es mit 120km in den Beinen zu bewältigen gilt. Doch man kann sich auf die fleißigen Helfer verlassen, die einen oben in Empfang nehmen und mit Getränken, die sie selber hier hinaufbringen mussten, und neuer Moral versorgen. So geht es dann gleich wieder hinab zur Brandner Alm und durch Schatten spendende Wälder über die Siemandel Alm, deren Erfrischung spendenden Brunnen man nicht verpassen darf, hinauf zum Unternbergsattel. Die Skiabfahrt hinab und an der Sessellift Talstation vorbei läuft man hinunter nach Brand, wo man die wesentlichen Höhenmeter bereits hinter sich hat. Dennoch schmerzt der kurze, aber steile Anstieg zur Versorgungsstation nach Egg (Km 128), und man läuft dann über Obergschwend auf den Maria Ecker Rundweg, auf dem man es bis zur Dieselbachalm nochmal rollen lassen kann. Der Abstecher rauf bis unter den Rabenstein führt einen schließlich nach Maria Eck. Sollten der Kopf nicht mehr wollen, wäre hier eine Verkürzung mit direktem Abstieg nach Bergen möglich. Doch besser wäre ein letztes Auftanken an der lang bewährten Versorgungsstation in Oberscharam nach der es hinab nach Alzing/Siegsdorf geht. Für die meisten mittlerweile im Dunkeln, dafür aber relativ flach wird nun das Werk von Adelholzen im weiten Bogen umrundend und es geht über kleine Hügel ins Bergener Moor und schließlich um den Schellenberg herum hinein nach Bergen. Über einen letzten kleinen schmerzenden An- und Abstieg erreicht man schließlich das Ziel am Sportplatz.

Wie in den Jahren zuvor, gibt es auch beim 17. Chiemgauer100 in Bergen eine offizielle Verkürzungsoption. Falls die 100 Meilen einfach länger werden als vermutet, der Tag kürzer oder die Körner einfach verschossen sind.

Wer die hier beschriebene Verkürzung wählt, hat den Vorteil, dass der Lauf trotzdem als „gefinished“ gilt und es für diese verkürzte Distanz, also 94 statt 100 Meilen, eine eigene Wertung gibt. Eine Verkürzung oder Abbruch an anderer Stelle ist natürlich jederzeit möglich, wird aber als DNF gewertet.

So war es schon immer beim Chiemgauer100, doch mit der neuen Streckenführung gibt es eine wichtige Veränderung: die Verkürzungsoption ist nicht am Ende des Laufs, sondern bereits bei Kilometer 120 im Röthelmoos bei der Langerbauernalm.

Wir haben uns für diese Option entschieden, damit die Verkürzung nicht einfach „nur“ 10 km kürzer ist, sondern auch eine deutliche Vereinfachung bei den Höhenmetern spürbar ist. Mit der Abkürzung ab dem Röthelmoos / Langerbauernalm direkt nach Brand vermeidet man den letzten und härtesten Gipfel, das Hörndl. Dies erspart einem neben 10km Strecke fast 1200 harte Höhenmeter.
Dem schließt sich ein weitgehend flacher und insgesamt abfallender Lauf gemeinsam mit den Läufern der vollen Distanz über die Versorgungsposten Oberbrand, Egg und Oberscharam an und führt schließlich hinab und zurück nach Bergen.

Dennoch, wenn es mal einfach nichtmehr geht, ist ein Abbruch sinnvoll und natürlich an vielen Stellen möglich. Bitte informiert dann umgehend die Rennleitung, entweder direkt oder über den nächsten Streckenposten. Soweit möglich, unterstützen wir Euch dann mit der Organisation Eurer Rückkehr nach Bergen.

Darf´s a bisserl mehr sein?

Gesund ist das ja wohl nicht mehr. Aber man muss gesund sein, um es zu schaffen. Und vielleicht ein bisschen verrückt, weil not crazy is not normal, too. 

Und diese craziness ist es wohl, die den Chiemgauer100 Meilen Ultra-Lauf und seine Läufer ausmachen. Genau dieses bisserl mehr, machen ihn zum Kult. Meilen statt Kilometer. 

Was? 100?  Ja.
100 Kilometer?  Nein. Meilen. 100 Meilen. A bisserl mehr halt. 

Der Kultra. Im Chiemgau.

Und? Bist Du auch ein bisschen crazy? –  Vielleicht.
Erst seit neuestem, oder Wiederholungstäter? –  Ganz gleich, hier geht´s zur Anmeldung.

AUSSCHREIBUNG SCHON GELESEN?